WORKING POOR
Bin ich eine «working poor»? - Ein guter Freund schickte mir neulich einen Artikel zum Thema oder eher über das Phänomen der ewigen, ausgenutzen Praktikantin mit Studienabschluss (http://ch.indymedia.org/de/2006/01/37940.shtml). Sein Kommentar dazu: ...«das könnte dich interessiere, irgendwie gehörst du ja auch zu denen...».
Stimmt: 27-jährig, abeschlossenens Studium, Praktikum bei einer Tageszeitung, Redaktorin (später Redaktionsleiterin) bei einer Wochenzeitung und aktuell Volontärin beim Radio. Maximale Jobs, minimales Einkommen. Verdient habe ich noch nicht mehr als 2’600 (brutto) im Monat, und das war eine verdammt luxuriöse Zeit...
Und doch: Ich habe nicht einen unerfüllten materiellen Wunsch, ich fühle mich weder übergangen noch unterbezahlt und ich empfinde keinen Neid gegenüber Grossverdienern.
Aus meiner Umgebung höre ich immer wieder: «Du mit deinem abgeschlossenen Studium, da sollte doch jetzt langsam mal was rausschauen...!». Was die Leute, die das sagen, nicht wissen: Das tut es! Zwar nicht in Form vom Geld sondern in Form von Zufriedenheit. Ich denke, dass sich die Zeiten diesbezüglich geändert haben und nur die Logik der Menschheit einen Schritt hinterherhinkt.
Meiner Meinung nach erkauft man sich heute mit einem Uniabschluss nicht mehr das Ticket zum grossen Geld, sondern die «freie Berufswahl».
Jede Verkäuferin, jeder Schreiner in meine Alter hat mehr Geld auf dem Konto als ich und das ist auch gut so. Schliesslich hatte ich mit meiner Möglichkeit des Studiums bereits das Privileg der freien Berufswahl, die Möglichkeit der unendlichen Wissenserweiterung, Zugang zu Litteratur und Fachwissen... usw. Das alles hat weit mehr Wert, als ein monatliches Einkommen von 6000 Franken!
Stimmt: 27-jährig, abeschlossenens Studium, Praktikum bei einer Tageszeitung, Redaktorin (später Redaktionsleiterin) bei einer Wochenzeitung und aktuell Volontärin beim Radio. Maximale Jobs, minimales Einkommen. Verdient habe ich noch nicht mehr als 2’600 (brutto) im Monat, und das war eine verdammt luxuriöse Zeit...
Und doch: Ich habe nicht einen unerfüllten materiellen Wunsch, ich fühle mich weder übergangen noch unterbezahlt und ich empfinde keinen Neid gegenüber Grossverdienern.
Aus meiner Umgebung höre ich immer wieder: «Du mit deinem abgeschlossenen Studium, da sollte doch jetzt langsam mal was rausschauen...!». Was die Leute, die das sagen, nicht wissen: Das tut es! Zwar nicht in Form vom Geld sondern in Form von Zufriedenheit. Ich denke, dass sich die Zeiten diesbezüglich geändert haben und nur die Logik der Menschheit einen Schritt hinterherhinkt.
Meiner Meinung nach erkauft man sich heute mit einem Uniabschluss nicht mehr das Ticket zum grossen Geld, sondern die «freie Berufswahl».
Jede Verkäuferin, jeder Schreiner in meine Alter hat mehr Geld auf dem Konto als ich und das ist auch gut so. Schliesslich hatte ich mit meiner Möglichkeit des Studiums bereits das Privileg der freien Berufswahl, die Möglichkeit der unendlichen Wissenserweiterung, Zugang zu Litteratur und Fachwissen... usw. Das alles hat weit mehr Wert, als ein monatliches Einkommen von 6000 Franken!
Kommentare
deine argumentation ist nicht schlecht. und für deine situation mag sie auch stimmen. aber es gibt auch viele "praktikum"-stellen bei denen man nichts bis garnichts verdient und auf unterstützung oder gespartes angewiesen ist. obwohl man ja meistens trotzdem voll arbeitet.
audiop
@ 31.01.2006 18:55 CEST
warum sind unter bilder keine bilder? die schrift im titel ist auch zu klein. was soll das ganze eigentlich?
warum sind unter bilder keine bilder? die schrift im titel ist auch zu klein. was soll das ganze eigentlich?
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