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RAUM AUS BLECH

Im Wald verstecken, als Strassenbelag tarnen, ins Treppenhaus quetschen?... - wenn mir solche Fragen durch den Kopf gehen, merke ich, wie wenig praktisch veranlagt ich doch bin. Es geht ums „Auto“. Für andere ein Objekt der Begierde, ist es für mich ein seltsam enger Raum, der auf die Bewegungen meiner Arme und Beine reagiert. Ein Auto hat absolut nichts Natürliches an sich und eins zu besitzen ist für mich jenseits aller Fassbarkeit. Trotz Führerschein bin ich deshalb aus Überzeugung ÖV-Nutzerin geblieben. Das heisst, dass ich nur fahre, wenn es nicht anders geht. In meinem Job ist dies der Fall. So zum Beispiel, wenn ich Frühschicht arbeite und um 4 uhr früh von A nach B muss. Da bleibt nur das Geschäftsauto. So weit so gut. Da ich aber mitten in einer Stadt wohne, stellt sich mir die Frage: Wohin versorge ich das blöde Ding, zwischen Nach-Hause-Kommen und Zur-Arbeit-Fahren?
Geld für eine Dauerkarte in der blauen Zone hab ich nicht;  jede Stunde die Parkscheibe vorstellen ist unmöglich; Der Restaurantbesitzer hat mich gestern entlarvt... die Auto-Thema-Schlinge zieht sich langsam zu (ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie der Rest der Welt solche Probleme meistert... ?!?)
Viel wichtiger, als die Suche nach neuen Verstecken ist aber eigentlich folgende Frage: Warum lasse ich mir von einem Stück Raum aus Belch das Leben so schwer machen?
... Vielleicht, weil auch ich nicht dagegen immun bin, dass sich in dieser Welt viel mehr um materielle, denn um immaterielle Güter dreht.
Kommentare (4)  Permalink

Kommentare

re: @ 01.03.2006 15:54 CEST
eine parkscheibe kostet etwa 200.- pro jahr. ausserdem, zahlt den das geschäft nicht für das geschäftsauto?
ra @ 01.03.2006 16:07 CEST
merci für die info... in bern kostet die blaue-zone-karte leider mehr als 200.-/jahr und das auf einen schlag (geht leider nicht) und es lohnt sich auch nicht, da da auto-problem nur etwa einmal die woche auftaucht... da kann ich auch schlecht im geschäft...
starhead @ 01.03.2006 17:20 CEST
als nicht wirkliche autobesitzerin hast du natürlich die ganzen feinheiten nicht heraussen, wie man im grossstadtjungel ein auto abstellt ;-)
aber ein paar tips können abhelfen ;-) als da wären:
1. einen zettel von innen an die windschutzscheibe:
a) ich bin schwanger, und gerade am entbinden, bitte haben sie geduld!
b) mein mann ist bei der polizei.
c) diese auto ist ein dekorationsgegenstand des stadtverschönerungsvereins bern.
eine weitere, ganz tolle erungenschaft der technik speziell für kurzparkzonen von der elektronikbranche hergestellt, sich automatisch nachstellende kurzparkscheiben. so wie ne uhr, die immer 17 minuten nachgeht.
des weiteren bietet sich an, sich ein täfelchen zu besorgen, mit der aufschrift: Notarzt, oder Arzt im Dienst.
zudem sind ganz gute verstecke für autos Innenhöfe, schulhöfe und Klostergärten, sofern man einen derer um die ecke hat.
auch ganz gut bewährt hat sich, den reservereifen an das auto zu lehnen und den wagenheber dazu, am gehsteigzugewandten rad luft ablassen, bis es aussieht, man hätte einen plattfuss, aber genug luft drinn lassen, dass man noch mühelos und ohne den reifen zu schädigen zur nächsten tankstelle kommt und aufpumpen kann. eine angelegenheit von einer minute, wenn man zudem sowieso noch tanken muss, geradezu zeitsparend.
naja, da gäbs noch einige tricks, ... aber ich denke, ich möchte deinen blog nicht überstrapazieren ;-)

so long, miene liebe Rah, ...
würd mich freuen, dich wieder mal per MSN zu treffen, ...

Starhead
*pfffffffffffffffft, pffft, pffffffffft *
rah selber @ 01.03.2006 19:36 CEST
ist eben auf der nachrichtenagentuur gekommen :)... tja, ein aktuelles Thema...
PARKING: Immer weniger Automobilisten stellen ihr Fahrzeug auf
öffentlichem Grund ab. Das zeigt eine Befragung von rund 1000
Personen im Auftrag des TCS. Pro Auto werden im Schnitt 114 Franken
im Monat als Garagierungskosten ausgegeben.

Dies ist eine Zunahme von 24 Prozent gegenüber der letzten
Erhebung von 1992, als es noch 92 Franken waren. Dies könnte daran
liegen, dass es heute wenig bis gar keine kostenlosen
Parkmöglichkeiten an öffentlichen Strassen mehr gibt, dafür ein
grösseres Angebot an Parkplätzen bei privaten Immobilien, heisst es
in Mitteilung des TCS.
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