EHRLICHKEITS-KATEGORIE
«Geht’s dir gut?» - «danke ja, und selber?»... - Alltags-Kommunikation, die ich mindestens 20 x am Tag provoziere oder darauf reagiere. Eine Floskel, eine Gesprächsaufnahme, ein Laut, der abgrenzt wer sich kennt und wer nicht. - Diese Thematik hat bestimmt jeden schon zu Experimenten verleitet. Einfach mal sagen: «danke, gar nicht» oder «ja, aber...» und gucken wie das Gegenüber reagiert. Lustige Sache... – sofern es einem gut geht.
Kompliziert wird die Situation, wenn die Antwort klar und deutlich «Nein» wäre...
So geschehen heute: Als Frühschichtlerin war ich die erste im leeren Grossraumbüro. Der erste Mitarbeiter kam, nickte und fragte «Geht’s dir gut?». Er erntete eine knappe Erklärung für «Nein, gar nicht» (schliesslich arbeite ich mit ihm die nächsten 7 Stunden zusammen und will nicht, dass er meine Laune miss-interpretiert). Simpele Methode. Im Verlauf des Morgens wird’s schwieriger. Das 2. «Geht’s dir gut?» schlendert um die Ecke... ich entscheide mich für ein unkompliziertes «danke ja, und selber?», diese Person geht meine Laune nichts an. Person 3 kommt angetanzt. Auch sie kassiert ein «danke ja, und selber?»...Problem gelöst, ich arbeite stumm. Dann wirds schwierig... Person 4 taucht auf... «Geht’s dir gut?»... «Nein» will ich sagen, spüre die Blicke von 2 und 3 im Nacken... und entscheide mich diplomatisch dafür, das «Nein, gar nicht» auf später zu verschieben. Alles paletti...
Da kommt Nummer 1 um die Ecke und erkundigt sich «und, geht’s besser?» die Rückendeckung zerfällt...
Lange Rede kurzer Sinn: Die einzige Person (im totenstillen Raum ☺), die sich jetzt veräppelt fühlt, ist diejenige, bei der ich erwogen hatte, nicht zu lügen. Die klaren «danke ja, und selber?»... kümmert die Lüge nicht - sie rechneten von Anfang an nicht mit meiner Ehrlichkeit...
Kompliziert wird die Situation, wenn die Antwort klar und deutlich «Nein» wäre...
So geschehen heute: Als Frühschichtlerin war ich die erste im leeren Grossraumbüro. Der erste Mitarbeiter kam, nickte und fragte «Geht’s dir gut?». Er erntete eine knappe Erklärung für «Nein, gar nicht» (schliesslich arbeite ich mit ihm die nächsten 7 Stunden zusammen und will nicht, dass er meine Laune miss-interpretiert). Simpele Methode. Im Verlauf des Morgens wird’s schwieriger. Das 2. «Geht’s dir gut?» schlendert um die Ecke... ich entscheide mich für ein unkompliziertes «danke ja, und selber?», diese Person geht meine Laune nichts an. Person 3 kommt angetanzt. Auch sie kassiert ein «danke ja, und selber?»...Problem gelöst, ich arbeite stumm. Dann wirds schwierig... Person 4 taucht auf... «Geht’s dir gut?»... «Nein» will ich sagen, spüre die Blicke von 2 und 3 im Nacken... und entscheide mich diplomatisch dafür, das «Nein, gar nicht» auf später zu verschieben. Alles paletti...
Da kommt Nummer 1 um die Ecke und erkundigt sich «und, geht’s besser?» die Rückendeckung zerfällt...
Lange Rede kurzer Sinn: Die einzige Person (im totenstillen Raum ☺), die sich jetzt veräppelt fühlt, ist diejenige, bei der ich erwogen hatte, nicht zu lügen. Die klaren «danke ja, und selber?»... kümmert die Lüge nicht - sie rechneten von Anfang an nicht mit meiner Ehrlichkeit...
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