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WAS-WILL-ICH-MINUTEN

  • «JEDE NEUE MINUTE BRINGT EINE NEUE MÖGLICHKEIT, SEIN LEBEN ZU ÄNDERN»
Agenda, Stundenplan, Traktandenliste... - ich stehe auf, starte meinen Mac und guck mir an, welche Vorschriften mir der Tag macht, was für Spielräume er mir lässt und wo er leer, voll oder durchzogen ist. „Lebe jeden Tag, als wärs dein letzter...“ - funktioniert in meinem Alltag nicht, ich bin „Planungs-Freak“. Planung bringt mir Effizienz, Überblick und schliesslich auch mehr Freizeit, weil Zwänge schneller erledigt sind... (klingt nicht gerade sympatisch, ich weiss ☺)
Mein Umfeld fragt immer wieder: „Wie kriegst du das nur alles unter einen Hut? - Du machst viel zu viel!“ - ich verstehe diese Worte nicht. Für mich ist Zeit da, sie zu nutzen und (auch wenn man einer geregelten Arbeit nachgeht) bleibt enorm viel davon übrig.

Die Plan-Theorie hat aber einen Fehler oder eine Unvollkommenheit: Planung findet meist nur im Kleinen statt: Mit dem Stundenplan organsiere ich meine Woche, mit der Traktandenliste die Sitzung mit der Agenda meinen Tag... – Wann aber plane ich mein Leben? Damit meine ich nicht Kinder, Famile, Reisen usw. sondern, Projekte, Ziele, Träume, zu erlernende Fähigkeiten...
Zur Zeit (28 Jahre) fällt mir die Vorstellung noch schwer, dass es Träume gibt, für deren Umsetzung es irgendwann zu spät ist, Züge die bereits abefahren sind... - aber so wird es sein. Es wird irgendwann Dinge geben, die in meiner immer kürzer werdenden verbleibenden Lebens-Zeit nicht mehr erlernt, erledigt oder beendet werden können... BLABLABLA...was will ich damit eigentlich sagen? - Dass ich dieses Risiko ab sofort zu minimieren versuche. Und zwar indem ich mir bewusst Zeit nehme, mir Fragen zu stellen und Antworten zu geben.

Ich werde mir AB HEUTE jeden Monat 30 Minuten nehmen, um über meine wirklichen Bedürfnisse nachzudeken –so genannte (ernsthafte) Was-Will-Ich-Minuten... mal sehen was sich daraus ergibt...
Kommentare (2)  Permalink

Kommentare

mariposa @ 24.08.2006 10:44 CEST
Was-will-ich-Minuten... Sollten es nicht eher Stunden sein? Wie kommt es, dass sich meine Bedürfnisse täglich, stündlich ändern können und ich im einen Moment voller Euphorie von einem Projekt schwärme, welches mir im nächsten Augenblick bereits wieder nichtig und unwichtig erscheint? Schon lange warte ich auf Konstanz, auf Beruhigung meiner Emotionen - doch es scheint mir, als würde es nur schlimmer, je näher das 30. Lebensjahr kommt. Ich taumle zuweilen kopflos durch den Tag, durstig nach Adrenalin, hungrig nach Schmetterlingen im Bauch, und stürze mich von einem Mini-Abenteuer ins andere, ohne den Mut aufzubringen, mich den wirklichen Herausforderungen des Lebens zu stellen. Unter diesen Umständen ist es offensichtlich unmöglich, die Lebensplanung voranzubringen. Die Ereignisse werden sich ebenso zufällig einstellen, wie das bisher immer der Fall war. Vermutlich ist es schlecht, die Bestimmung über das eigenen Leben aus der Hand zu geben und dem Zufall zu überlassen - andererseits ist es wohl ein Irrglaube, dass wir den Zufall völlig ausschalten können. An welches Ufer wird mich das Schicksal schwemmen?
rahselber @ 24.08.2006 14:21 CEST
liebe verwirrte mariposa, wir gehen glaub bald mal n bierchen trinken zusammen um über schicksal zufall, konstanz und schmetterlinge und alle anderen tiere auch zu diskutieren. das mit den minuten ist aber gar kein so schlechter ansatz... sich gleich stunden vorzunehmen klappt ja eh nie... näxter dienstag ist bei mir schon fast reserviert für dich.
geniess den regen :) gruss aus m emmental... rah
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