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PROKI, SVP

Voranschlag 07, Finanzplan der näxten Legislatur, steigendes Fremdkapital... – die Sitzung nimmt kein Ende, das Gemeindeparlament x ist eine regelrechte Theaterposse!
Die Schauspieler (von links via heilig nach rechts) kichern und äffen sich nach, die Rats-Vorsitzenden verstehen den Grund ihrer Anwesenheit irgendwie nicht und: Hauptsache FDP hält zu SVP und Rot unterstützt Grün.
21.00, noch 3 Traktanden, ich sinke im hölzernen Stuhl am Rande der Debatte zusammen, versuche bei Bewusstsein zu bleiben und die Beine nicht zu kreuzen (das gibt Krampfadern) .
21.30, ein SP-Lehrer schlurft nach Vorne und haucht ein schütteres «Ja» ins Mikrofon – sein Senf zum Voranschlag? Auf ihn folgt der stramme FDP-Arzt mit dem Nerventick am Hals und poltert so laut, dass alle irritiert zusammenzucken. 21.50 Ich drifte weiter weg..., bis der Journi neben mir auf dem «Sitz-Spiegel-Blatt» vor uns auf einen Parlamentarier-Namen zeigt, der mir unbekannt ist. «Proki» steht geschrieben... Wer verdammt ist «Proki»? (zur Erklärung: ich war wirklich echt müde ☺)
Angestrengt orte ich den Standort von «Proki» und mein Blick fällt auf den strahlenden Prokischreiber inmitten der Parlamentarier. Die Luft in der umfunktionierten Aula ist dünn, die Gesichter todernst... und, ja, mein Kicher-Anfall echt sehr unpassend...
23.00: ich habe mich wieder im Griff, die Sitzung ist beendet, die Interviews sind gemacht, ich fahre nach Hause. 00.45: ich leg mich hin. 03.05: ich steh wieder auf, zieh mich an, setz Kaffee auf und, mein  Mitbewohner kommt nach Hause - angeheitert von einem Fest. Wir setzen uns wortlos ins Wohnzimmer  gucken Stefan Klapproth zu, wie er in 10 vor 10 über entführte Zirkus-Kaninchen spricht, und ich beantworte 4-mal nacheinander die Frage: «Warum son wiede biss du auch noch auf?»
Grob übers Knie gebrochen: Der «Proki» war an diesem Abend die wenigst surreale Erscheinung!
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