RA(D)AR
... und endete im Juli 2005 (nicht ganz ernst gemeint ☺), als mir ein Kollege, der verreiste, sein Velo in Obhut gab. Um möglichst effizient gegen den Drang zum Aussetzen anzukämpfen, freundete ich mich mit ihm an (dem Velo und liess das Radeln wieder Teil meines Alltags werden
Seither sind fast eineinhalb Jahre vergangen und ich stehe immer noch total am Rand der Berner Mit-dem-Velo-zur-Arbeit-Szene. Ich fühle mich noch immer nicht zugehörig. Die „Echten Radler“ überholen mich, biegen inkorrekt ab, zirkeln um mich rum, wenn ich Depp an der Auto-Ampel verharre und sie tragen diese glitzernden Fuss-Hosen-Halterungen. Ich dagegen bin nun einmal noch sehr zattrig auf dem Gerät und ohne kennzeichnendes Equippment.
Der Wendepunkt kam heute: Geschützt von der milden Abend-Dämmerung wurde ich übermütig, überfuhr meine erste Rote Ampel und lachte dabei lauthals.
Das Resultat: 3 grelle Blitze – 2 von vorne, einer von hinten...
Die zwei netten Polizisten, die mich daraufhin mit dem Auto an den Rand drängten, (?!??) instruierten mich zum Thema Verkehrssicherheit und knöpften mit 60 Franken ab – Übertretung: 615,1
Immerhin: Sie lobten mein Hinten-und-vorne-Velolicht!
p.s: das Positive am Radeln: Ich kann jetzt auch was anderes als Turnschuhe tragen im Ausgang...