DIE BLUMENSTRAUSS-PARABEL
Ich weiss nicht, ob ich die Bücher von Paulo Coelho mag oder nicht.
Meist entscheide ich mich für JA, denn sie regen Nachdenken an, dann wieder lege ich eins von ihnen weg, weil mir die Art, wie der Schriftsteller einzelne Begriffe liebt, auf die Nerven geht. Ein solcher Begriff ist (dt.) „DIE GEFÄLLIGKEITSBANK“. Damit meint Paulo Coelho die „Kredite“, die wir uns bei anderen Menschen rausschinden, indem wir ihnen Gutes tun. „Öppis ds guet ha“ – in Mundart.
Paulo Coelho entwirft auf den ersten Seiten des Buches „der Zahir“ diesen Begriff und verliebt sich auf jeder Seite mehr in ihn. Immer häufiger greift er auf ihn zurück auf und schlachtet das Thema aus. - Nicht sehr differenziert allerdings.
Ich zum Beispiel bin nicht einer Meinung mit Coelho, was die Funktion einer solchen „GEFÄLLIGKEITSBANK “ angeht. Diese funktioniert im realen Leben nämlich selten linear. Oder kann ich tatsächlich immer so viel für mich abheben, wie ich einbezahlt habe?
Oft ist genau das Gegenteil der Fall: Viele zahlen ein und ein Dritter hebt die Summe ab. Weil er spontan vorbeikommt, weil er anders ist oder gerade weil er nie pünktlich bezahlt oder gar verschuldet ist...
Manchmal bin ich diese Person, manchmal ist es jemand anderer.
Da dies alles sehr abstrakt klingt, eine kleine Parabel:
Familie x hat zwei Kinder. Eins, das seinen Eltern Freude bereitet und eins, das sich um nichts und niemanden schert, ausser um sich selber. Eines morgens beschliessen beide Kinder spontan, der Mutter ein Geschenk zu bringen....
Kind 1 kauft von seinem Ersparten einen riesigen Blumenstrauss, Kind 2 pflückt im Garten ein paar Blumen. Frage: Über wessen Blumenstrauss freut die Mutter sich wohl mehr?
Lieber Paulo Coelho... schön wärs, wenn die GEFÄLLIGKEITSBANK tatsächlich häufiger funktionieren täte.
Meist entscheide ich mich für JA, denn sie regen Nachdenken an, dann wieder lege ich eins von ihnen weg, weil mir die Art, wie der Schriftsteller einzelne Begriffe liebt, auf die Nerven geht. Ein solcher Begriff ist (dt.) „DIE GEFÄLLIGKEITSBANK“. Damit meint Paulo Coelho die „Kredite“, die wir uns bei anderen Menschen rausschinden, indem wir ihnen Gutes tun. „Öppis ds guet ha“ – in Mundart.
Paulo Coelho entwirft auf den ersten Seiten des Buches „der Zahir“ diesen Begriff und verliebt sich auf jeder Seite mehr in ihn. Immer häufiger greift er auf ihn zurück auf und schlachtet das Thema aus. - Nicht sehr differenziert allerdings.
Ich zum Beispiel bin nicht einer Meinung mit Coelho, was die Funktion einer solchen „GEFÄLLIGKEITSBANK “ angeht. Diese funktioniert im realen Leben nämlich selten linear. Oder kann ich tatsächlich immer so viel für mich abheben, wie ich einbezahlt habe?
Oft ist genau das Gegenteil der Fall: Viele zahlen ein und ein Dritter hebt die Summe ab. Weil er spontan vorbeikommt, weil er anders ist oder gerade weil er nie pünktlich bezahlt oder gar verschuldet ist...
Manchmal bin ich diese Person, manchmal ist es jemand anderer.
Da dies alles sehr abstrakt klingt, eine kleine Parabel:
Familie x hat zwei Kinder. Eins, das seinen Eltern Freude bereitet und eins, das sich um nichts und niemanden schert, ausser um sich selber. Eines morgens beschliessen beide Kinder spontan, der Mutter ein Geschenk zu bringen....
Kind 1 kauft von seinem Ersparten einen riesigen Blumenstrauss, Kind 2 pflückt im Garten ein paar Blumen. Frage: Über wessen Blumenstrauss freut die Mutter sich wohl mehr?
Lieber Paulo Coelho... schön wärs, wenn die GEFÄLLIGKEITSBANK tatsächlich häufiger funktionieren täte.
Kommentare
danke liebe frau pri...das freut mich. hab eher mit kritik von coelho-fans gerechnet... :)
liebgruss, r
Ich finde deine Überlegungen gut und schlüssig, oder besser gesagt, sie lassen gewissen Spielraum offen.
Ich habe möglicherweise vor langer Zeit auch mal ein Buch von ihm gelesen, als sie an Kiosken zu kaufen waren hat mir da das Prinzip einen Strich durch die Rechnung gemacht.
rah
@ 10.03.2007 12:03 CEST
ja, ich glaube der coelho is echt eine weit verbreitete Kiosk Lektüre. irgendwie lesen ihn halt viel mehr leute, als ich mir vorstellen kann, dass sie ihn gutfinden könnten. oder so...;)
dein spielraum bezüglich dieser überlegung?
ja, ich glaube der coelho is echt eine weit verbreitete Kiosk Lektüre. irgendwie lesen ihn halt viel mehr leute, als ich mir vorstellen kann, dass sie ihn gutfinden könnten. oder so...;)
dein spielraum bezüglich dieser überlegung?
Keine (weiteren) neuen Kommentare erlaubt.