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ZAHNARZT ZUM GLÜCK

Ein Drehen in der Magengegend und schlecht geschlafen: Meine typischen Nervositätssymptome am Morgen vor einer so genannten «ersten Hürde». Vor etwas, das ich zum ersten Mal mache, dessen Verlauf ich nicht kenne, das mir exterm schwierig erscheint und extrem schief gehen könnte. Etwas aber auch, von dem ich weiss, dass es (sobald es vorbei ist) ein extrem gutes Gefühl hinterlassen könnte...
Vorgestern war einer dieser «Erste-Hürde-Tage». Obwohl der Kopf - morgens um 8.00 - kaum von der Hürde am Abend eingenommen war, hat mein Körper reagiert und, zu allem Übel kamen, zu meinem magendrehenden Unwohlsein, auch noch Zahnschmerzen dazu. Diese waren so schlimm, dass ich an meinem Hürden-Tag morgens um 8.00 auch noch zum Zahnarzt musste.
Doch genau das stellte sich als blendenede Idee heraus!
Das gleissende Licht der Zahnarztlampe, die Unfähigkeit auf die Alltagsfragen des Zahnarztes zu antworten (zwecks Schlauch im Maul), das Surren und Röhren der Geräte und nicht zuletzt die 2 besorgten Gesichter, die mit verkrampftem Ausdruck über meinem offenen Rachen schweben... - die perfekte Sitaution für einen angespannten Körper. Als ich die Praxis verliess war ich nämlich völlig frei von jegwelchen Nervositätssymptomen. Mein Körper hatte das Gefühl, die Hürde des Tages sei genommen und schüttete auf einen Schlag sämtliche Glückshormone und Erleichterungsgefühle aus :)
Tja, die 1.Hürde am Abend nahm ich schliesslich auch mit links.

Merke:wenn ein heikles Ereignis bevorsteht, unbedingt einen Zahnarzttermin auf diesen Tag legen und die Nervosität ist weggeblasen!
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DER STALKER

Nella Martinetti, Angelina Jolie, Jodie Foster... sie alle haben mindestens einen, und keiner beneidet sie darum. In den Augen des gemeinen Volkes ist dies der Preis, den sie für ihre Berühmtheit zu zahlen haben. Wer bekannt/beliebt/erfolgreich ist, hat ziemlich schnell mal einen STALKER, unsereins betrifft das nicht. - Oder doch?
Das Stalker-Phänomen ist jetzt auch in meine Umgebung eingedrungen. Nicht bei mir selber, sondern - und das ist nun wirklich seltsam - bei meinem Skateboard.
Längere Zeit schon habe ich gespürt, dass mein Skate sich seltsam verhält. Das typischste Anzeichen: Es wollte immer seltener nach draussen. In den Wintermonaten dachte ich noch, es liege an den überall verstreuten Anti-rutsch-Steinchen oder am Schmelzsalz auf den Strassen, im Mai war der Dauer-Regen schuld und im Juni schliesslich fand ich keine Gründe mehr für das seltsame Verhalten... - ich war schlicht ratlos.
Gestern, dann lag des Rätsels Lösung in meinem Briefkasten: Meines Skates Stalker* hat mir per Post ein Bild seines Opfers zugesandt: Eine Fotografie die zeigt wie es ganz allein und verlassen vor meiner Wohnungstür steht...

Seitdem wir "darüber geredet haben", hat das Skate einen neuen Platz in meinem Schlafzimmer.
Ich hoffe wenigstens hier wird nicht fotografiert, lieber Hausverwalter...

* Name seit gestern der Bloggerin bekannt
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DIE LIEBEN ALTEN BEKANNTEN

Da es weder der seltsame Käse vom Mitbewohner, noch der klumpige Multivitaminsaft war, musste ich mich gestern auf eine Intensiv-Suche nach der üblen Geruchsquelle in meinem Kühlschrank machen...
Im Idealfall findet sich die Quelle dort wo man mit Putzen beginnt, im schlimmsten Fall putzt man sich bis zum Gemüsefach durch (dass man nicht zuerst nach der Quelle sucht und gezielt putzt ist ein ungeschriebenes WG-Gesetz – sonst werden solche Arbeiten nie verrichtet).
Nach exakt 21 Minuten ist sie eruiert: Die Quelle des Dufts ist ein ausgelaufener Mozzarellaklumpen im Gemüsefach. Nach der Entsorgung und dem sorgfältigem Schrubben des Kühlschrankes geht’s ans Aussortieren und wieder Einräumen der frischeren Lebensmittel. Und da kommt Nostalgie auf: Einige Lebensmittel haben nämlich über die Jahre hinweg beinah den Status „schlechter Bekannter“ erreicht: "Man trifft sie ab und zu, wenn sie nicht da sind stört es einem nicht, aber bewusst wegwerfen kann man sie doch nicht“ – oder doch??
„Vielleicht koche ich mal etwas, mit eingemachtem Kürbis...?“ – Diese Frage muss ich mir in den letzten Jahren ziemlich oft gestellt haben... Heute lese ich zum ersten Mal das Ablaufdatum des immer wiederkehrenden Kürbismousses: 21.05.1999! Kaltblütig entsorge ich das Ding und putze fertig.
Stunden später lässt mir die Geschichte immer noch keine Ruhe: 1999?!? Das war im letzen Jahrhundert! Da war ich 21 jährig, Studentin und wohnte in dieser Wohnung mit zwei Jungs, sogar der Kühlschrank war ein anderer. Die Vorstellung, was dieses seltsame Mousse alles gesehen gehört und um sich gehabt haben muss, lässt mir keine Ruhe...

Wer jetzt denkt, ich hätte das Mousse (à la Tropical-Sirup) vor der Verbannung gerettet, liegt falsch – Ich ging schnurstracks in die Küche, band den Sack (halbvoll) zu und brachte ihn gleich raus ans Strassen-eck - Schluss mit den "schlechten Bekannten"!
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