DIE LIEBEN ALTEN BEKANNTEN
Da es weder der seltsame Käse vom Mitbewohner, noch der klumpige Multivitaminsaft war, musste ich mich gestern auf eine Intensiv-Suche nach der üblen Geruchsquelle in meinem Kühlschrank machen...
Im Idealfall findet sich die Quelle dort wo man mit Putzen beginnt, im schlimmsten Fall putzt man sich bis zum Gemüsefach durch (dass man nicht zuerst nach der Quelle sucht und gezielt putzt ist ein ungeschriebenes WG-Gesetz – sonst werden solche Arbeiten nie verrichtet).
Nach exakt 21 Minuten ist sie eruiert: Die Quelle des Dufts ist ein ausgelaufener Mozzarellaklumpen im Gemüsefach. Nach der Entsorgung und dem sorgfältigem Schrubben des Kühlschrankes geht’s ans Aussortieren und wieder Einräumen der frischeren Lebensmittel. Und da kommt Nostalgie auf: Einige Lebensmittel haben nämlich über die Jahre hinweg beinah den Status „schlechter Bekannter“ erreicht: "Man trifft sie ab und zu, wenn sie nicht da sind stört es einem nicht, aber bewusst wegwerfen kann man sie doch nicht“ – oder doch??
„Vielleicht koche ich mal etwas, mit eingemachtem Kürbis...?“ – Diese Frage muss ich mir in den letzten Jahren ziemlich oft gestellt haben... Heute lese ich zum ersten Mal das Ablaufdatum des immer wiederkehrenden Kürbismousses: 21.05.1999! Kaltblütig entsorge ich das Ding und putze fertig.
Stunden später lässt mir die Geschichte immer noch keine Ruhe: 1999?!? Das war im letzen Jahrhundert! Da war ich 21 jährig, Studentin und wohnte in dieser Wohnung mit zwei Jungs, sogar der Kühlschrank war ein anderer. Die Vorstellung, was dieses seltsame Mousse alles gesehen gehört und um sich gehabt haben muss, lässt mir keine Ruhe...
Wer jetzt denkt, ich hätte das Mousse (à la Tropical-Sirup) vor der Verbannung gerettet, liegt falsch – Ich ging schnurstracks in die Küche, band den Sack (halbvoll) zu und brachte ihn gleich raus ans Strassen-eck - Schluss mit den "schlechten Bekannten"!
Im Idealfall findet sich die Quelle dort wo man mit Putzen beginnt, im schlimmsten Fall putzt man sich bis zum Gemüsefach durch (dass man nicht zuerst nach der Quelle sucht und gezielt putzt ist ein ungeschriebenes WG-Gesetz – sonst werden solche Arbeiten nie verrichtet).
Nach exakt 21 Minuten ist sie eruiert: Die Quelle des Dufts ist ein ausgelaufener Mozzarellaklumpen im Gemüsefach. Nach der Entsorgung und dem sorgfältigem Schrubben des Kühlschrankes geht’s ans Aussortieren und wieder Einräumen der frischeren Lebensmittel. Und da kommt Nostalgie auf: Einige Lebensmittel haben nämlich über die Jahre hinweg beinah den Status „schlechter Bekannter“ erreicht: "Man trifft sie ab und zu, wenn sie nicht da sind stört es einem nicht, aber bewusst wegwerfen kann man sie doch nicht“ – oder doch??
„Vielleicht koche ich mal etwas, mit eingemachtem Kürbis...?“ – Diese Frage muss ich mir in den letzten Jahren ziemlich oft gestellt haben... Heute lese ich zum ersten Mal das Ablaufdatum des immer wiederkehrenden Kürbismousses: 21.05.1999! Kaltblütig entsorge ich das Ding und putze fertig.
Stunden später lässt mir die Geschichte immer noch keine Ruhe: 1999?!? Das war im letzen Jahrhundert! Da war ich 21 jährig, Studentin und wohnte in dieser Wohnung mit zwei Jungs, sogar der Kühlschrank war ein anderer. Die Vorstellung, was dieses seltsame Mousse alles gesehen gehört und um sich gehabt haben muss, lässt mir keine Ruhe...
Wer jetzt denkt, ich hätte das Mousse (à la Tropical-Sirup) vor der Verbannung gerettet, liegt falsch – Ich ging schnurstracks in die Küche, band den Sack (halbvoll) zu und brachte ihn gleich raus ans Strassen-eck - Schluss mit den "schlechten Bekannten"!
Kommentare
Ich habe viele solche alte Bekannten, besonder unter den Gewürzen. Da kauft man das Zeug für ein Gericht, das man ein einziges Mal kocht. Dann verschwindet das Gläschen immer tiefer in die Niederungen des Schranks, bis ....
... ja, nur leider gibt es eben meist nicht einmal ein "bis"! man zügelt das zeug, tischelet es um usw...
aber eben, gewürze beginnen wenigstens nicht zu stinken :)
ich lass meine lieben alten bekannte allein und verreise in die ferien, juhu.
gruss, rah
In meinem Kühlschrank liegt seit der Wohnungseinweihung eine Flasche alkoholhaltiges Zeugs, das wir damals für die Fertigung von "Wiisem-gschpützten-suuur" vorgesehen hatten. Dazu ist es aber nie gekommen und wird es wohl auch nicht, der Wein ist nicht für jahrelanges lagern gedacht und muss inzwischen abscheulich schmecken. Und trotzdem schaffe ich es nicht, die Flasche zu öffnen, leeren und ins Altglass zu werfen. Immerhin habe ich die Flasche Sprite, die ebenfalls seit der Wohnungseinweihung (geöffnet) im Kühlschrank lag, im Rahmen des letzten Kühlschrankputzens entsorgt…
der seltsam riechende käse - übrigens blauer ochsenschreck genannt - ist im fall echt lecker! hättest mal probieren müssen...
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