DIE REGLERIN
Es gibt gewisse Regeln im Leben – das zumindest wurde mir die ersten 17 Jahre meines Daseins eingetrichtert. Nur hat sich bald einmal herausgestellt, dass es an denjenigen Orten, an denen Regeln wirkliche etwas regeln würden, eben keine sinnvollen Regeln gibt...
Zum Beispiel an Konzerten: Wie verhalte ich mich als Zuschauerin an einer so genannten Schnittstelle im Menschenpulk des Zuschauerraumes korrekt?
Mit Schnittstelle meine ich die Übergänge von zum Beispiel denen, die voll am Abtanzen sind und denen, die sich mit einem leichten Kopfnicken begnügen. Ich treffe meist auf genau diese Schnittstellen und da fehlen mir dann die Regeln – die es doch angeblich im Leben gibt.
Wie lange soll ich meine Hände oben behalten und klatschen, wenn die Leute hinter mir längst damit aufgehört haben? Ist es peinlich, mitzusingen, wenn rundherum keiner einen Ton von sich gibt? Warum überhaupt schaffen es die Leute in den hinteren Reihen nie, die Arme im selben Takt zu schwenken, wie die vorderen Reihen und die Taktangeber auf der Bühne und warum hört die Nachbarin immer genau dann auf mit klatschen auf, wann ich - ich weiss es schlicht nicht!
Tipp für ein kleines Experiment:
Versuchen Sie sich an ihrem nächsten Konzert korrekt und nach Lust und Laune zu verhalten. Das heisst, genau so, wie es die Band und die Musik verlangen – völlig ungeachtet aller Nachbarn und Schnittstellen. Klatschen Sie dann den Takt wenn alle Hände unten sind und schwenken Sie ihre Arme konsequent richtig und singen sie die Passagen, die sie kennen, mit.
Sie werden staunen, wie dankbar die verlorene Meute um sie herum sein wird und wie schnell sich alle "richtig" verhalten!
Zum Beispiel an Konzerten: Wie verhalte ich mich als Zuschauerin an einer so genannten Schnittstelle im Menschenpulk des Zuschauerraumes korrekt?
Mit Schnittstelle meine ich die Übergänge von zum Beispiel denen, die voll am Abtanzen sind und denen, die sich mit einem leichten Kopfnicken begnügen. Ich treffe meist auf genau diese Schnittstellen und da fehlen mir dann die Regeln – die es doch angeblich im Leben gibt.
Wie lange soll ich meine Hände oben behalten und klatschen, wenn die Leute hinter mir längst damit aufgehört haben? Ist es peinlich, mitzusingen, wenn rundherum keiner einen Ton von sich gibt? Warum überhaupt schaffen es die Leute in den hinteren Reihen nie, die Arme im selben Takt zu schwenken, wie die vorderen Reihen und die Taktangeber auf der Bühne und warum hört die Nachbarin immer genau dann auf mit klatschen auf, wann ich - ich weiss es schlicht nicht!
Tipp für ein kleines Experiment:
Versuchen Sie sich an ihrem nächsten Konzert korrekt und nach Lust und Laune zu verhalten. Das heisst, genau so, wie es die Band und die Musik verlangen – völlig ungeachtet aller Nachbarn und Schnittstellen. Klatschen Sie dann den Takt wenn alle Hände unten sind und schwenken Sie ihre Arme konsequent richtig und singen sie die Passagen, die sie kennen, mit.
Sie werden staunen, wie dankbar die verlorene Meute um sie herum sein wird und wie schnell sich alle "richtig" verhalten!