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ADIEU FREUNDE

Carla, Leonard, Nico, Robbie, Frank... – ihnen allen (etwa 30 an der Zahl) sage ich für lange Zeit ADIEU! Diese schmerzliche Erkenntnis überkam mich gestern im Hallenbad. Unerwartet schoss mir der Gedanke durch den Kopf, dass ich all diese treuen Freunde auf einen Schlag verliere. Sie, die mich so selten versetzt hatten - ausser natürlich an Feiertagen oder wegen Fuss- oder Handballspielen. Lange, sehr lange, werde ich sie nicht mehr sehen...
Fast 10 Jahre waren sie mir treue Begleiter an Werktagen. Ob ich krank war, frei oder einfach nur früh Feierabend hatte - sie waren Teil meines Alltages. Sie liessen mich nach einem Blick auf die Uhr aus der Migros nach Hause hetzen oder (in sehr seltenen Fällen ;)) gar einen früheren Zug nach Hause nehmen; für sie liess ich auch schon mal das Telefon ins Leere klingeln oder eine Verabredung 10 Minuten auf mich warten: Meine Freunde von 17.55/ Verbotene Liebe & 18.25/Marienhof!
Bei meiner neuen Arbeitsstelle, die ich nächsten Freitag antrete, fällt die Zeit mit meinen Freunden mitten in die Arbeitszeit. Natürlich hat dies auch seine positive Seite: Die Zeit die ich bisher damit verbrachte meinen Freundinnen und Freunden bei ihrem Leben in den Kulissenstadt zuzugucken ist ab sofort produktiv. Das heisst, dass Zeit in der ich sowieso nichts gemacht hätte auf einmal bezahlt wird...
So gesehen, gewinne ich sie schliesslich in Form von Freizeit ohne Sendungsdruck zurück und das hat schon was!
Ausserdem: Realistisch gesehen werde ich meine unzähligen 5 cm grossen Freundinnen und Freunde von der ARD wohl keine einzige Sekunde vermissen! Also: Tschau Carla, Leondard, Nico, Robbie, Frank...
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HIRNGESCHICHTEN

Die tägliche, immense Informationsflut lässt uns zu Info-Junkies werden. Ich zum Beispiel kann kaum mehr sein, ohne ständig aufzusaugen, ohne Hirnnahrung, ohne Kopf-Stoff... So ist es für mich denn eine ziemlich üble Situation, ohne jeglichen Lesestoff im Zug zu sitzen und mehr als 10 Minuten zu fahren. Gestern ist dieser Fall eingetroffen. Das Buch in der Handtasche war ausgelesen, die Zeitung von gestern, die Agenda hatte ich im Büro liegengelassen – kein Kopf-Stoff weit und breit. Wie ein Junkie quälte ich mich deshalb durch den Zug und schnüffelte nach „heutes“ oder „20minutens“, welche die Putzmänner übersehen hatten (oder nicht einsacken konnten weil sie jemand zum Füsse-Hochlagern brauchte). Als mein gieriges Auge nicht einmal ein aufgehängtes „VIA“ fand und ich schon begann unter der Kappe zu schwitzen, disponierte ich um... schliesslich ist das Menschliche Hirn riesig und der ganze Synapsenmüll (so sagt mein Mitarbeiter), der einem Nachts beim träumen heimsucht, sollte doch auch tagsüber zugänglich gemacht werden können...!
Experiment:
Dein Hirn erzählt Dir eine Geschichte. Beginne mit einem alltäglichen Gegenstand und spinne mit Assoziationen aus Deinem Hirn eine Geschichte oder Informationsansammlung weiter. Dabei können Gegenstände, Gefühle, Ideen, Gespräche und Menschen vorkommen... Wichtig dabei ist lediglich keine Pausen zu machen, immer den nächstbesten Gedanken aufzuschnappen, nicht zu überlegen und das Hirn am Vorausdenken zu hindern. Passiert Letzteres muss umgehend ein anderer Gedankengang eingeschlagen werden. Die letzte Regel: nimm Dir einen physischen Zielort vor, z.B. den Bahnhof Bern, damit du mit der Geschichte irgendwann zu einem Ende kommst...

Die Hirngeschichten die ich bis jetzt erlebt habe sind unglaublich! Du wirst staunen, lieber Leser, was Deine Hirnzellen Dir zu sagen haben. Vorhin auf dem Heimweg kam mir übrigens aus der verschlungensten, hintersten Ecke meiner Gedanken die Idee, dass ich unbedingt noch Kaffe kaufen muss und deshalb eine Station früher aus dem Tram steigen sollte...

Ps: Mund zuklappen nicht vergessen und bitte die Lippen nicht bewegen...vor allem wenn Du mit jemandem das Abteil teilst ☺
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