KONTAKTJACKE
Ich wollte sie nicht kaufen. Ehrlich nicht. Doch dann (ziemlich überraschend) kam der Tag an dem ich mir einbildete, dass keine der anderen im Schrank zum Wetter vor der Tür passte. Ich stürmte ins nächste Geschäft und ergatterte mir eine: Eine kurze, schwarze modische 0-8-15-Lederjacke.
Eine, wie sie zur Zeit jede zweite Frau spazieren trägt. Eine, die heuer auch vor so manchem Männer-Kleiderschrank keinen Halt macht.
Auf der einen Seite lächelte ich stets über all die schwarzjackigen „Tussis“, die wie gleichgeschaltete Hühner mit ihren blöden Lederjacken durch die Stadt bummelten, auf der anderen Seite beneidete ich sie, denn sie sahen wirklich gut aus (ausser wenn ihnen der Speck zwischen der Lederjacke und der Miss-Sixty-Jeans hervordrückte). Und so wurde ich schliesslich schwach und habe zugelangt. (Zu meiner Verteidigung muss ich anfügen, dass ich die Jacke am nächsten Tag nicht retournieren konnte, da mir mein kleines rotes Universum mitsamt dem Umtausch-Kassenzettel gestohlen wurde.)
Ich begann also zwangsläufig, das schwarze Teil zu tragen. Doch zu meinem eigenen grossen Erstaunen ist die Kehrseite der Jacken-Medaille glänzender als erwartet: Seit ich nämlich das erworbene Lederding spazierenführe werde ich täglich von irgendwem angesprochen. Ob im Zug, im Tram, im Geschäft oder auf der Strasse: Die Leute wollen mit mir ins Gespräch kommen. Die Wildfremdesten Leute lächeln, grüssen, nicken und gucken. Die neu gewonnene Anziehungskraft gipfelte gestern Abend darin, dass mir im Zug ein junger indischer Ingenieur den Hof machte mit den Worten: „I am single and look for a girlfriend“.
Tja, beinahe hätte ich ihm zur Antwort gegeben: "... dann kaufen Sie sich am besten eine schwarze Lederjacke."
Eine, wie sie zur Zeit jede zweite Frau spazieren trägt. Eine, die heuer auch vor so manchem Männer-Kleiderschrank keinen Halt macht.
Auf der einen Seite lächelte ich stets über all die schwarzjackigen „Tussis“, die wie gleichgeschaltete Hühner mit ihren blöden Lederjacken durch die Stadt bummelten, auf der anderen Seite beneidete ich sie, denn sie sahen wirklich gut aus (ausser wenn ihnen der Speck zwischen der Lederjacke und der Miss-Sixty-Jeans hervordrückte). Und so wurde ich schliesslich schwach und habe zugelangt. (Zu meiner Verteidigung muss ich anfügen, dass ich die Jacke am nächsten Tag nicht retournieren konnte, da mir mein kleines rotes Universum mitsamt dem Umtausch-Kassenzettel gestohlen wurde.)
Ich begann also zwangsläufig, das schwarze Teil zu tragen. Doch zu meinem eigenen grossen Erstaunen ist die Kehrseite der Jacken-Medaille glänzender als erwartet: Seit ich nämlich das erworbene Lederding spazierenführe werde ich täglich von irgendwem angesprochen. Ob im Zug, im Tram, im Geschäft oder auf der Strasse: Die Leute wollen mit mir ins Gespräch kommen. Die Wildfremdesten Leute lächeln, grüssen, nicken und gucken. Die neu gewonnene Anziehungskraft gipfelte gestern Abend darin, dass mir im Zug ein junger indischer Ingenieur den Hof machte mit den Worten: „I am single and look for a girlfriend“.
Tja, beinahe hätte ich ihm zur Antwort gegeben: "... dann kaufen Sie sich am besten eine schwarze Lederjacke."
Kommentare
Si
@ 02.04.2008 11:16 CEST
das gloubi ja nid du une läderjagge, auso da sötti scho bau cho verbiluege wie das so usgseht, ha; mo mou wirsch langsam gseuschaftstouglich; gliderisch di i, iiiiiiiiii wäh,
liebe gruess u viu spass no bim aagsproche wärde
das gloubi ja nid du une läderjagge, auso da sötti scho bau cho verbiluege wie das so usgseht, ha; mo mou wirsch langsam gseuschaftstouglich; gliderisch di i, iiiiiiiiii wäh,
liebe gruess u viu spass no bim aagsproche wärde
rah
@ 09.04.2008 16:54 CEST
merci :) wenn sie denn auch leder wäre... tja.
und ausserdem ist sie jetzt schon wieder zu kalt. jetzt, wo der winter zurückgekehrt ist...
gruss
r
merci :) wenn sie denn auch leder wäre... tja.
und ausserdem ist sie jetzt schon wieder zu kalt. jetzt, wo der winter zurückgekehrt ist...
gruss
r
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