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SCHLIESSEN SIE DIE AUGEN...

... und stellen Sie sich folgende Szene vor:
Zuerst einmal sind sie eine Frau (sonst funktionierts nicht). Sie sitzen erschöpft auf einem weichen Sessel, gekleidet sind Sie mit einem mittelkurzen Rock der um die Brust ein bisschen allzu weit ausgeschnitten ist (ein Detail, das Sie morgens bei der Kleiderwahl nicht bemerkt und den Tag im Büro mit ein bisschen Zupfen und geradem Rücken ganz gut über die Bühne gebracht haben).
Weiter in der Situation: Ihnen gegenüber stehen mit nur einem knappen Meter Abstand zwei weitere weiche Sessel, neben ihnen (ohne den geringsten Abstand) noch einer.
Nach kurzer Zeit werden die drei Sessel von drei Männern mittleren Alters besetzt und es kommt Bewegung in die Geschichte: Ihr Visavis guckt sage und schreibe 56 Minuten lang in ihren zu weiten Ausschnitt, ihr Schrägvisavis fängt bei jeder Gelegenheit ihren Blick auf und lächelt ermutigend (?) und das Objekt neben Ihnen grunzt, schnauft und kratzt sich ohne Ende und berührt dabei mit seinem (feuchten?!?!) Bein ununterbrochen ihr angestrengt nach rechts gehaltenes Knie.
Warum Sie trotzdem eine geschlagene Stunde sitzen bleiben? – Ganz einfach: der Freitags-Feierabendzug ist „bumsvoll“ und die Alternative vor dem stinkenden WC die Strecke Zürich-Bern hinter sich zu bringen ist in etwa adäquat schlimm... - oder nicht?
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